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Zur Geschichte des Volkersberges

Geschichte des Volkersberg
Der Volkersberg ist einer von mehreren Basaltkegeln in der südlichen Rhön. Obwohl nicht der einzige Basaltkegel, ist er dennoch etwas Besonderes: Schon bald nach dem Jahre 1000 wird hier ein Kreuz errichtet, liegt doch der Berg nahe an der alten Straße Fulda - Würzburg. Die Menschen der Umgebung pilgern hierher. Eine Kapelle wird erbaut und 1111 von Bischof Otto von Bamberg eingeweiht. Schon bald lebt bei dieser Kapelle ein Einsiedler, der sich auch um die Wallfahrer kümmert. Die Wallfahrt blüht; es gibt eine eigene Bruderschaft, die sich für die Wallfahrt zuständig weiß. Durch die Reformation und den 30jährigen Krieg kommt die Wallfahrt zum Hl. Kreuz zum Erliegen.

Die Fürstäbte von Fulda beobachten diese Entwicklung und bitten die Franziskaner, hier ein Kloster zu errichten und die Wallfahrt zu betreuen. Am 4. April 1661 wird der Grundstein für das Kloster, am 23. April 1664 für die neue Kirche gelegt. Am 20. Juni 1678 erfolgt ihre Einweihung durch den Würzburger Weihbischof Stefan Weinberger. 1707 werden Kirche und Kloster um ein Joch erweitert. 1754 wird der Kreuzweg mit seinen 14 Stationen eingeweiht.

Schwestern

1752 baut man eine Wirtschaft neben das Kloster. Da die Wallfahrer ausbleiben, wird in diesem
Geschichte des Volkersbergs
Gebäude eine "Rettungsanstalt" für Mädchen eingerichtet; Arme Schulschwestern von München führen sie. Nach dem 1. Weltkrieg übernehmen im Jahre 1921 die Missionsdominikanerinnen von Neustadt am Main das Haus und richten ihr Postulat dort ein, die erste Ausbildungsstufe für die Missionsanwärterinnen.

Jugendhaus / Jugendbildungsstätte

1925-27 wird das Haus um das später so genannte alte Jugendhaus erweitert. Während der Zeit des Nationalsozialismus finden in diesen Räumen Einkehrtage für Mädchen statt, so dass nach dem Krieg der Wunsch aufkommt, den Volkersberg weiter für die Jugend der Diözese zu nutzen. 1955/56 werden die ehemalige Gastwirtschaft und das "Jugendhaus" umgebaut, 1998 die Jugendbildungsstätte erweitert und grundlegend neu konzipiert.

Katholische Landvolkshochschule

Neben dem Jugendhaus wird noch eine Katholische Landvolkshochschule nach Westen hin errichtet. Die Kath. Landvolkshochschule für Frauen und Mädchen war bereits am 8. November 1954 auf Burg Rothenfels eröffnet worden, zieht aber am 12. November 1956 mit ihren Kursen auf dem Volkersberg ein. 1960 erfolgt der Bau eines eigenen Gebäudeteiles für die Katholische Landvolkshochschule.

Im Zusammenhang mit der Schließung der Katholischen Landvolksochschule „Klaus von Flüe“ in Münsterschwarzach zum Jahresende 2010 und der Konzentration der Bildungsarbeit auf dem Volkersberg firmiert ab 2011 unter dem Namen „Lernwerk Volkersberg“. Eine umfassende Renovierung und Umgestaltung der Räumlichkeiten begleiten den Neustart.

Bungalowdorf

Am Fuß des Berges wird nach dem 2. Weltkrieg im Sommer ein ständiges Zeltlager eingerichtet. Um das Lager auch im Frühjahr und Herbst nutzen zu können, werden im Jahre 1967 die Zelte durch kleine Bungalowhäuser ersetzt.

Haus Volkersberg

Seit 2002 firmieren die beiden Bildungseinrichtungen Jugendbildungsstätte und Katholische Landvolkshochschule zusammen als Haus Volkersberg, ohne die Eigenständigkeit der beiden Einrichtungen aufgegeben zu haben.

Das Haus Volkersberg steht für die gemeinsame Hausorganisation und Verwaltung.

Hochseilgarten

Am Ostermontag 2003 wird der neue Hochseilgarten am Volkersberg eingeweiht und steht bereits im ersten Jahr 2000 Gästen zur Verfügung. Weitere Infos unter Hochseilgarten.